IDAA: Internationale Vereinigung Diabetischer Sportler



Diabetes- und Sport-Forum

Kiel: Marathon, HM, 10km am 25.02.2012

Autor Nachricht
Verfasst am: 09. 01. 2012, 17:54
Detlef
Themenersteller
Dabei seit: 05.09.2010
Beiträge: 159
Hallo,

auch in diesem Jahr versuche ich insbesondere die norddeutschen Mitglieder zum Saisonauftakt an die Kieler Förde zu locken (www.kiel-marathon.de) . Wem der Marathon noch nicht in den Trainingsplan passt, der kann auch eine kürzere Strecke wählen. Ich selber werde "nur" die 10km dafür aber tempoorientiert laufen.
Für alle startenden Mitglieder übernimmt die IDAA das Startgeld.

Wer noch Fragen hat, kann sich gern bei mir melden. graff(at)idaa.de

Detlef

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 09.01.2012 um 17:56.]
Verfasst am: 04. 02. 2012, 18:39
Detlef
Themenersteller
Dabei seit: 05.09.2010
Beiträge: 159
Hallo ihr Kurzentschlossenen! hallo.gif

Noch sind Plätze frei - wäre doch blöd, wenn nur ich das neue IDAA-Shirt an der Kieler Förde spazieren trage 1wink.gif

Also anmelden!!!

Detlef
Verfasst am: 25. 02. 2012, 17:36
Detlef
Themenersteller
Dabei seit: 05.09.2010
Beiträge: 159
Hallo!

Kurzer Bericht aus Kiel: Leider war ich zwar der einzige IDAA-Teilnehmer, erregte aber dennoch Aufsehen; nicht wegen meines Shirts sondern wegen meiner Laufschuhe. Ich bin das erste Mal einen Wettkampf mit meinen Zehenschuhen gelaufen. Bei nur 5mm Sohle hat man den direkten Kontakt zur Straße! Sie sind schnell, aber ich spüre jetzt auch die Gelenke im Fuß (trotz 2 Monaten Aufbautraining).
Diabetisch lief auch alles gut. Ich hatte 4h zuvor normal gefrühstückt und nur 50% Bolus gespritzt. Dadurch war 1h vor dem Start der BZ konstant (CGM) bei 140. Zur Sicherheit aß ich eine Banane, so dass ich beim Start bei 190 lag. Hier blieb er auch die 43´59" bis ins Ziel. Sogar 1h danach hielt er sich hartnäckig bei 200 (Adrenalin?), so dass ich zum Essen korrigierte.
Die letzten drei Tage bin ich von meiner Low-Carb-Ernährung (ca. 60gKH/d) abgewichen und habe mit je 20-25KE am Tag Carboloading betrieben. Außer, dass mir die KH am dritten Tag zum Halse raus hingen, habe ich keinen nennenswerten (positiven) Effekt verspürt. Wenn der böige Wind nicht gewesen wäre, wär auch eine Minute besser drin gewesen. Aber 43min auf 10km ist meine normale Zeit.

Nächstes Ziel in der HM in Berlin. Vermutlich dann mit normalen Laufschuhen und einem neuen Carboloading-Experiment.

Gruß von der Küste
Detlef
Verfasst am: 26. 02. 2012, 10:53
Andreas
Dabei seit: 30.05.2009
Beiträge: 545
Hallo Detlef,

herzlichen Glückwunsch zur guten Zeit über 10 km!
Da Deine Belastung sicherlich im Bereich der anaeroben Schwelle lag oder sogar - zumindest zeitweise - darüber, ist der fehlende Blutzuckerabfall leicht zu erklären: Die anaerobe Belastung führt zu einer Katecholamin-Dusche, die zusammen mit der im Muskel anfallenden Milchsäure zu einer Insulinresistenz führt, die auch nach der Belastung noch anhält.
Aber erhöhte Blutzucker-Werte müssen wir Diabetiker halt in Kauf nehmen und ist mit Sicherheit gesundheitlich unproblematisch.

Wie Du weißt (denn deshalb konnte ich nicht in Kiel starten), war ich gestern wieder auf einem Kolloquium von Berlin Chemie für niedergelassene Diabetologen, bei dem ich gemeinsam mit dem Teamarzt der deutschen Biathleten, Prof. Dr. Bernd Wohlfarth, und einem Diabetologen über "Diabetes und Sport" informieren und beraten durfte. Dabei haben wir auch über Ernährung gesprochen. Er hält von Carboloading, Low Carb und Co. aus leistungssportlicher Sicht gar nichts. Sie versuchen ihren Athleten, die so etwas immer mal wieder ausprobieren wollen, das auszureden, weil sie zumindest beim Spitzensport eher leistungslimitierende Auswirkungen beobachten. Er hält eine ausgewogene Vollwerternährung ohne Nahrungsergänzungsmittel auch im Hochleistungssport für absolut ausreichend. Mit der Wahrnehmung, Carboloading bringt nichts, stehst Du also nicht alleine.

Viele Grüße,
Andreas
Verfasst am: 03. 03. 2012, 22:05
gerwil09
Dabei seit: 30.05.2009
Beiträge: 17
Hallo Detlef,
Die Beschreibung von Andreas, ihm sei Dank, kann ich wörtlich aus eigener Erfahrung bestätigen.
Weil Viele Nahrungsergänzungen und weiteren Unfug von irgendwelchen Gurus für toll finden probierte ich ebenfalls. Sofort absetzend weil leistungsmindernd mit unwohlfinden bewährt sich weiterhin einzig die ausgewogene Vollwerternährung und zielgerechtes Training.
Was Wesentliches ist zu würdigen ist, wenn auch nach sehr langer Diabeteszeit alle Organe funktionieren und man gesund ist.
Vermeidend im Endspurt anaerob zu werden passiert es bei einem interessanten Gegner oder Gegnerin doch mal. Meist reicht anschließende Ruhe, wenn nicht wird eben nach Erfahrung korrigiert.
Da die Ausreißer kurzzeitig sind, gibt es keine folgenden gesundheitlichen Probleme.
Die Erkenntnis zu Deinen Laufschuhen lässt mich schmunzeln. Ähnlich war eine Einwegkollektion von Nike, Bowerman Series. Wenige Gramm, etwas mehr als barfuß, irres Design. Sehr schnell. Normal bin ich unerschütterlich. Nach dem 42 km Lauf war ich es durch und durch. Keine Schmerzen aber Dröhnen im Körper eine Zeit lang. Und das ist toll an Erfahrungen machen. Ich probier weiter alles.

Frohes sporteln
Heinz


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