Schicksalsschläge haben den Lebensweg des Superschwergewichtlers Matthias Steiner nicht verschont, erst letztes Jahr starb seine Frau, der er jetzt seinen Sieg mit gehobenen 461 Kilo im Zweikampf widmete (203 im Reißen, 258 im Stoßen).
Sicherlich kann dieser grandiose Sieg nicht die Wunde heilen, die der Verlust hinterlassen hat, aber er zeigt, wie gut Steiner mit einem anderen "Schicksalsschlag" umgehen kann, denn an seinem 18. Geburtstag wurde Diabetes diagnostiziert.
Aber auch wenn Sport für ihn zunächst unmöglich schien und seine damaligen Ärzte keine Erfahrung mit Diabetes im Leistungssport hatten, fand Matthias Steiner seinen Weg: Er besuchte einen FIT-Kurs (funktionelle Insulin-Therapie, der österreichische Name für ICT, die intensivierte konventionelle Therapie) und lernte sich von einem strikten Diätplan zu lösen. Dadurch wurde es ihm möglich, Insulindosis und Essen an die Erfordernisse seines Trainings anzupassen. Zudem informierte er Freunde, Trainingspartner und Trainer offen über seine Krankheit und die mit einer Unterzuckerung verbundenen Gefahren, damit ihm im Fall des Falles schnell und angemessen geholfen werden kann. Der Bundestrainer Frank Mantek begleitete ihn sogar zu seinem behandelnden Arzt, um sich umfassend über Diabetes zu informieren.
Dank seines vorbildlichen Umgangs mit Diabetes wurde die Goldmedaille bei Olympia möglich - und auch das ist ein großer persönlicher Erfolg Matthias Steiners!
Ein ausführliches Interview mit Matthias Steiner zum Thema "Sport und Diabetes" findet sich hier: www.diabetes-world.net »
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