Gravelride in Dänemark DGI Hærvejsløbet 2025

Gemeinsam mit Christoph Thiel ging es auf ein ganz besonderes GRAVEL Abenteuer, den DGI Hærvejsløbet. Hierbei handelt es sich um ein großes Dänisches Radsportevent. 

Auf verschiedenen Strecken geht es mit Rennrad, Gravel- oder Mountainbike nach Viborg. Die „Königsstrecke“ ist eine Rennradfahrt von Flensburg nach Viborg über rund 300km. Christoph und ich haben uns für die nicht minder herausfordernde GRAVEL Strecke von dem idyllischen Bryrup nach Viborg, rund 125km entschieden. Die Steigung ist eher überschaubar, macht in Summe aber dann doch rund 600hm. 

Der Ride ist an und für sich echt zu empfehlen. Episch! Idyllische! Pittoresk! Eine Landschaft, in der man sich das Gravelfahren vorstellt. Überwiegend Waldautobahn oder Schotterwege. Leider hatte es in den Tagen unmittelbar vor dem Event stark geregnet. Die Wege waren zwar nicht matschig und gut zu befahren. Die heftigen Regenfälle haben aber nach Auskunft eines Händlers dazu geführt, dass einige Steine mit scharfen Kanten „umgedreht“ wurden. Dies hatte eine enorme Anzahl an Reifenpannen zur Folge. Allein Christoph und ich hatten 4 (!) Pannen. Glücklicherweise konnte man unterwegs bei einem der zahlreichen Verpflegungsdepots Schläuche nachkaufen. Die Verpflegungsstopps sind übrigens wirklich sehr erwähnenswert. Sehr leckeres Essen mit derbe viel Auswahl. 

Wir waren (aufgrund der zahlreichen Reifenpannen) rund 8 Stunden unterwegs. Die reine Fahrzeit betrug etwas über 5 Stunden. Die Anstrengung würde ich für mich als eher moderat bezeichnen. Solche Distanzen / lange Fahrtzeiten gehe ich gerade am Anfang eher mit moderatem Tempo an, um hintenraus nicht einzubrechen. Ich achte sehr auf regelmäßiges Trinken und Kohlenhydratzufuhr, um in keinen „Hungerast“ zu geraten.

Zu meiner Diabetesausstattung: Ich habe die ITC als Therapieform gewählt. Die Messung erfolgt mittels Freestyle Libre 3 (wenn jemand eine Idee hat, wie man die Werte ins Garmin Edge bekommt, wäre ich für Tipps etc. sehr dankbar). Basalinsulin:  Levimir; Bolusinsulin: Novorapid

Meine Insulinwerte waren insgesamt ganz gut. Bei solchen Ausdauerevents reduziere ich das Langzeitinsulin immer um 1/2 – 1/3. Hier habe ich fast um ½ reduziert. Ich bin, da sich unser Start etwas verzögert hat, mit einem recht hohen Wert nahe der 300 gestartet. Grundsätzlich führe ich immer 2 Getränkeflaschen mit. In einer ist etwas mit Kohlenhydrat (A-Saft) in der anderen Wasser. Da ich es vermeide mich während der sportlichen Aktivität zu spritzen, habe ich den hohen Wert dadurch korrigiert, dass ich in der ersten Stunde nur Wasser getrunken habe. Das hat super funktioniert.

Leider habe ich im Nachhinein den Überblick verloren, wie viele Kohlenhydrate ich so zu mir genommen habe. Beim Rennradfahren trinke ich im Schnitt bei einer 2-3 stündigen Tour 1 Flasche 500-750ml Apfelsaft und futtere 1 Banane. Das Basalinsulin reduziere ich um max 1/3, eher etwas weniger. Am darauffolgenden Vormittag ist meine Insulinempfindlichkeit dann höher, so dass ich meine Mahlzeiten weniger spritze. So war es auch nach diesem Event.

Im Übrigen möchte ich auf den lesenswerten Beitrag von Christoph Thiel verweisen und würde mich freuen, wenn sich im kommenden Jahr weitere MitstreiterINNEN fänden, denn zusammen mach RADELN viel mehr Spaß!

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2 Kommentare
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Kallekarl

Hallo Tobias,

die Freestyle Libre 3 Werte bekommt man per Juggluco und einem Datenfeld für Garmin auf den Edge. Ist am Anfang etwas arbeit aber dann läuft es sehr gut und auch stabil. Ich verwende seit 2 Jahren nur noch Juggluco und das Datenfeld für meine Garmin Uhr und auch ein Edge 530.

https://www.juggluco.nl/Juggluco/index.html

https://apps.garmin.com/icons/appInfo/data-fields.svg
Data Field
xDrip+/Spike/Nightscout Datafield
andreas-may

https://apps.garmin.com/de-DE/apps/5a3e2cda-12f0-4afd-88ed-000e67a68d84

Grüße,

Kalle

Peter

FunktIoniert das auch für iOS?