Nach der Premiere in Leipzig im letzten Jahr über 30 km, stand die Herausforderung 42 km im Raum. Ich habe lange mit mir gehadert, ob…
Mammutmarsch in Kopenhagen – 30 km
Diesmal führte uns unser nächstes Abenteuer etwas weiter weg, denn wir hatten uns für den Mammutmarsch in Kopenhagen angemeldet. Die Vorfreude war groß. Neue Stadt, neue Strecke und wieder eine ganz besondere Herausforderung. Vor Ort mussten wir allerdings feststellen, dass der Marsch gar nicht direkt durch Kopenhagen verlief. Stattdessen führte die Strecke nördlich der Stadt entlang und keins der bekannten Highlights der dänischen Hauptstadt lag an der Strecke.
Wie inzwischen schon fast traditionell, positionierten wir uns direkt vorne in unserem Startblock. Das hatte sich bei den vergangenen Märschen bewährt und so standen wir voller Energie und Motivation bereit. Als schließlich der Countdown auf Dänisch ertönte – „fem – fire – tre – to – en“ – ging es endlich los.
Schon nach den ersten Kilometern zeigte sich, dass dieser Mammutmarsch landschaftlich etwas ganz Besonderes war. Das Wetter meinte es fast schon zu gut mit uns, die Sonne lachte, es waren kaum Wolken am Himmel und die Temperaturen stiegen im Laufe des Tages auf über 20 Grad. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb war es ein unglaubliches Gefühl, mitten durch die Natur zu laufen. Die Strecke führte durch wunderschöne Wälder, vorbei an glitzernden Seen und über lange Holzstege direkt am Wasser entlang. Teilweise wirkte die Landschaft so ruhig und friedlich, dass man beinahe vergaß, wie viele Kilometer noch vor einem lagen.
Besonders beeindruckend war die Abwechslung der Strecke. Mal liefen wir auf schmalen Waldwegen im Schatten der Bäume, kurz darauf öffnete sich der Blick auf weite Seenlandschaften. Die frische Luft, das Lichtspiel zwischen den Bäumen und die entspannte Atmosphäre machten diesen Marsch zu einem echten Erlebnis. Trotz der sommerlichen Temperaturen fanden wir schnell unseren Rhythmus und liefen im Durchschnitt etwa 6 km/h.
Natürlich durften auch die Pausen an den Verpflegungsstationen nicht fehlen. Dort wurde kurz durchgeatmet, Wasser aufgefüllt und neue Energie gesammelt, bevor es weiterging. Nach insgesamt 6 Stunden und 22 Minuten erreichten wir schließlich das Ziel. Wie jedes Mal war das Gefühl unbeschreiblich: Stolz, Erleichterung und pure Freude darüber, die Herausforderung gemeistert zu haben. Gleichzeitig merkte man die Anstrengung deutlich und durch die Wärme waren die Hände und Finger auf den letzten Kilometern ziemlich angeschwollen.
So langsam kommt die Routine für lange Märsche. Der Zucker lief absolut im grünen Bereich, während des Marsches und auch danach. Kopenhagen war bisher mein bester Lauf in dieser Richtung.
Auch abseits des Mammutmarschs wollten wir die Reise natürlich genießen und nutzten die Gelegenheit, Kopenhagen endlich einmal richtig kennenzulernen. Bis dahin kannten wir die Stadt nur von kurzen Zwischenstops auf der Durchreise. Um so schöner war es, diesmal mehr Zeit dort zu verbringen, durch die Straßen zu schlendern und die entspannte Atmosphäre der Stadt aufzusaugen. Kopenhagen hat uns mit seinem besonderen Charme, der Mischung aus modernem Stadtleben und gemütlicher Gelassenheit, absolut begeistert.
Unser Fazit: Der Mammutmarsch in Kopenhagen war nicht nur sportlich ein Highlight, sondern auch eine Reise, die uns landschaftlich und kulturell begeistert hat. Für alle, die Natur, Bewegung und skandinavisches Flair mögen, ist sowohl der Marsch als auch die Stadt selbst eine absolute Empfehlung für einen Kurzurlaub.
Annette
Glückwunsch zu Eurer Leistung und einem super Erlebnis. Toller Bericht. Sportliche Grüße Torsten