Bergsteigen mit Diabetes

Hallo zusammen,

ich werde voraussichtlich am Ende diesen Jahres nach Nepal verreisen um dort eine 25-tägige Hochtour durchzuführen. Der höchste Gipfel den wir besteigen werden wird 6189m hoch sein. Im Zuge meiner Planung sind mir Fragen bzgl. der technischen Kompatibilität meiner Insulinpumpe (Medtronic 640G) und meines FGM-Sensors (FreeStyle Libre) aufgekommen. Der technische Support beider Unternehmen hat mich bereits auf maximale Höhe und minimale Temperatur hingewiesen, aber ich würde euch gerne noch einmal fragen, ob ihr schon Erfahrungen mit Insulinpumpe und co in größeren Höhenlagen gemacht habt. Bei meinen bisherigen Touren war ich nie weit über 3000m unterwegs. 
Jegliche Hilfe von euch würde mich sehr freuen.

Beste Grüße

Raphael

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Andreas
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Moin!

In Ulrike Thurms “Sport- und Diabetesfibel” findest Du ein Kapitel und einen Erfahrungsbericht zum Bergsteigen bzw. zum Extrem-Trecking. Das ist sicherlich interessant! Der Libre funktioniert wohl in großen Höhen, von einer Pumpe raten die Bergsteiger ab, weil ihnen bei -20, -30 Grad der Pumpenschlauch eingefroren ist, unter der Kleidung …
Wie kalt wird es denn in Nepal sein?
Und berichte unbedingt, wie es war. Hier und/oder im Jahrbuch? Du findest bestimmt interessierte Leser!

Viele Grüße
Andreas

Alfred
Gast
Alfred

Ich empfehle: Diabetes mellitus and high altitude trecking; Pieter de Mol, 2015, S. 159; Diss. Uni. Nijmegen;
und ==> Raphael:
Kontaktiere mich via Email, falls Dich meine per. Daten / Erfahrungen -2014, 4W Nepal- interessieren;
Hmax. ü. NN: ca. 4500.

David
Gast
David

Hallo Raphael, ich habe letzten Monat den Mont Blanc mit Freestyle Libre 2 und Fiasp Pen bestiegen. Bis ca. 4000m Höhe hatte ich keine Probleme mit dem Messgerät. Dann konnte ich es allerdings aufgrund der Kälte (ca. -10°C) nicht mehr einschalten. Ich hatte das Messgerät in der Hardshell und nicht in der Daune. Zum Glück konnte ich noch mit dem Handy scannen. Das Insulin (in der Daune) scheint alles gut überstanden zu haben.

Geri
Gast

Ich war schon oft in Nepal beim Trekken und Bergsteigen und habe dabei auch die Gipfel des Mount Everest und des Cho Oyu bestiegen. Ich war immer mit Pen und blutiger Messung unterwegs und denke, dass dies auch der einfachste und sicherste Weg ist, obwohl es mich sehr interessieren würde, ob es mit dem Libre klappt. Schließlich muss ich alles Schützenswerte beim Diabetes in meiner Jackentasche und dann im Schlafsack verstauen. Für technisches Equipment bedarf es immer eines nicht-technischen Backups, und dafür ist einfach kein Platz.
Ich mache mir immer noch eine Halskette (Basal- und Bolusampulle mit Leukoplast und einem starken Bindfaden zusammengebunden) für den Fall der Fälle (z.B. Verlust). Da du den Island Peak im Visier hast, kannst du ein Depot in Pheriche (Medizin-Station) oder Dengpoche oder Chukung (in einer Lodge) anlegen.
Das normale Wandern im Khumbu-Gebiet führt eher zur Senkung des BZ. Das Klettern in einer Höhe, an die der Körper noch nicht angepasst ist (und das ist im Gipfelbereich zu erwarten) führt zu Hypoxie und zu hohem BZ, auch Nicht-Diabetiker klettern da an die 200 mg/dl. Die hohen Werrte sollte man aber nicht zu brutal korrigieren, da nach Ende der täglichen Belastung trotzdem ein Muskelauffülleffekt einsetzt.

Liebe Grüße
Geri

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