Kraftsport

Das wichtigste Ziel der Kraftsportarten ist die Entwicklung der Maximalkraft, denn sie bestimmt im besonderen Maße die individuelle Leistungsfähigkeit. Deshalb konzentriert sich das Training neben einer Schulung der Bewegungstechnik insbesondere auf die Entwicklung der Muskulatur.

Neben dem Gewichtheben und dem Armdrücken ist der Kraftdreikampf eine der typischen Kraftsportarten. Diese aus den drei Disziplinen Kniebeuge, Bankdrücken und Kreuzheben bestehende Sportart betreibt als ehemalige Vize-Europameisterin sehr erfolgreich Romy Schreiber, unsere Ansprechpartnerin im Bereich Kraftsport.

Diabetiker, die Kraftsport betreiben, bauen mehr Muskulatur auf und können dadurch mehr Glukose speichern. Die Notwendigkeit, viele Kohlenhydrate während des Trainings zu zu führen, ist eher gering, muss aber individuell bedacht werden.
Dennoch sind Blutzuckerkontrollen während und nach dem Training genauso wichtig wie bei anderen Sportarten. Insbesondere macht sich hier der anschließende Muskelauffülleffekt, je nach Trainingsintensität, bemerkbar.

Bei bestehenden Folgeerkrankungen des Diabetes sollte kein Kraftsport ausgeübt werden.

Romy Schreiber
Boßdorf

Kontakt
E-Mail: romy.schreiber62@gmx.de

Beruf
Krankenschwester, Diabetesberaterin DDG

Über meinen Sport
Ich gehe dreimal pro Woche zum Training. Dort wechseln sich Bein-, Arm- und Rückentraining ab.

  • Montags trainiere ich ein leichtes Bankdrücken, d. h. ich wähle ein Gewicht aus, das für mich leicht ist, damit ich z. B. 10 Sätze à 5 Wiederholungen schaffe. Als Nachbelastung trainiere ich hier meinen Trizeps, Schultern und Nacken.
  • Mittwochs trainiere ich sowohl Kniebeuge als auch Kreuzheben. Wobei die eine Woche schwer Knie und leicht Kreuz dran sind und die darauf folgende Woche leicht Knie und schwer Kreuz. Bei leicht Knie und Kreuz ähnelt der Aufbau dem leichten Bankdrücken. Viele Wiederholungen mit einem angemessenen Gewicht. Bei schwer Knie und schwer Kreuz sinkt die Wiederholungszahl, dafür steigt das Gewicht: z. B. 6 Sätze à 6 Wiederholungen mit 70 kg im Kniebeugen und mit 110 kg im Kreuzheben. Als Nachbelastungen kommen Übungen wie Shrugs, Hyperextension, Bauch, Beinbeuger und Beinstrecker zum Einsatz.
  • Freitags trainiere ich schweres Bankdrücken. Wobei auch hier die Wiederholungszahl sinkt und das Gewicht steigt. Momentan drücke ich 6 Sätze à 6 Wiederholungen mit 60 kg. Die Nachbelastung gestaltet sich wie beim leichten Banktraining.

Meine Pausen zwischen den Sätzen gestalte ich etwas länger als Sportler ohne Diabetes. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Blutzucker ansteigt, wenn ich zu schnell trainiere.
Ich nehme seit 1999 sowohl an nationalen wie auch an internationalen Wettkämpfen teil. Ein Jahr Pause gönnte ich mir nach meiner Diabetesmanifestation. Mit meinem Diabetes wurde ich mehrmals Deutscher Meister. In meiner Zeit vorm Diabetes konnte ich 2001 einen Vizeeuropameistertitel erringen. Und der bedeutet mir sehr viel.
Meine Erfahrungen während eines Wettkampfes sind immer die gleichen. Mein Blutzucker steigt vor einem Wettkampf immer an. Kontrolle ist hier besonders wichtig. Einen Blutzucker von 10 mmol/l (~ 180 mg/l) korrigiere ich nicht. Lieber korrigiere ich nach dem Wettkampf vorsichtig, um nicht in eine Hypo zu kommen.

Weitere Sportarten
Wenn kein Wettkampf ansteht, dann gehe ich auch anderen Sportarten nach wie Radfahren, Schwimmen, Speedminton.

Mein Diabetes
Ich habe seit 2003 Diabetes mellitus Typ 1 und spritze seitdem Humalog zu den Mahlzeiten und einmal Lantus zur Nacht. Lantus reduziere ich nie. Nur mein Mahlzeiteninsulin wird je nach Belastung zu einen Drittel oder bis zur Hälfte reduziert.
Bald mache ich neue Erfahrungen mit einer Insulinpumpe …

Sonstiges
Das Leben geht weiter. Behandle Deinen Diabetes wie Deinen besten Freund!

Ja Nein
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