IDAA-Bergwandergruppe in den Vogesen 2025

Unsere diesjährige Wanderung führte die IDAA Bergwandergruppe in die Vogesen nach Gérardmer – ein malerisches Städtchen am gleichnamigen See. Schon die Ankunft stand im Zeichen von Genuss: Nach einer Einstimmungsrunde mit einer kleinen Wanderung um den See kehrten wir in unsere Unterkunft ein, die uns nicht nur mit exzellentem Abendessen verwöhnte, sondern auch mit französischem Wein und lokalen Bierspezialitäten überraschte. Für uns Diabetiker hatte der süße Nachtisch fast schon eine medizinische Daseinsberechtigung – Unterzuckerungen wurden so auf angenehmste Weise beseitigt. Auch die Frühstücksversorgung, immer direkt aufs Zimmer serviert, ließ keine Wünsche offen.

Tag 1 – 23 Kilometer Natur pur

Der erste Wandertag startete gleich mit der längsten Tour: Rund 23 Kilometer durch Wald und Seenlandschaft. Am Lac de Longemer vorbei führte uns der Weg an moosbewachsenen Waldböden hinauf, über kleine Lichtungen und durch einen Ferienort, wo Sauna und Chalets zum Verweilen einluden. Unsere Mittagspause verbrachten wir idyllisch am Ufer des Longemer-Sees, bevor es weiterging zurück nach Gérardmer. Zum Abschluss gönnten wir uns ein Eis – die wohlverdiente Belohnung nach einem langen Tag auf den Beinen.

Tag 2 – Hoch in die Felsenwelt

Die zweite Etappe war mit 11 Kilometern zwar kürzer, dafür bot sie ein echtes Highlight: den Sentier des Roches, einen der berühmtesten Wege der Hochvogesen. Dieser ist zwar kein Klettersteig, erforderte aber dennoch etwas Trittsicherheit und gelegentlich den Einsatz der Hände. Unterwegs begegneten wir anderen Wandergruppen, die mit Kaffee und reichhaltigen Picknicks neue Energie tankten. Höhepunkt des Tages war der Aufstieg zum Hohneck, mit 1363 Metern der höchste Punkt unserer Tour. Kurz darauf bescherte uns ein kurzer Regenschauer einen erfrischenden Abstieg. Die nicht wandernden Teilnehmer, erlebten derweil ein Stück Mittelalter, bei einer Burgbesichtigung, die für Diabetiker mit Ausweis auch noch überraschend günstig war.

Tag 3 – Wasserfälle und stille Wege

Am dritten Tag ging es noch einmal abwechslungsreich durch die Wälder. Der Weg war teils alpin gesichert und führte uns an einem malerischen Wasserfall entlang nach unten. Auf der Roche de Duc hielten wir unsere Mittagspause, bevor wir weiter über wenig begangene, fast stille Pfade wanderten. Moose bedeckten hier Felsen und Wände, und trotz der Nässe hielten die Wege sich erstaunlich trittsicher.

Rückblick

Die Tage in den Vogesen boten genau die Mischung, die wir uns erhofft hatten: anspruchsvolle Strecken und ruhige Naturerlebnisse, gesellige Abende mit kulinarischen Genüssen und ein engeres Zusammenwachsen der Gruppe. Ein besonderes Highlight war für einige von uns das tägliche Bad im klaren See von Gérardmer – eine erfrischende Abkühlung nach den Wanderungen und gleichzeitig pure Lebensfreude. Ob Seen, Hochlagen oder stille Wälder – die Vogesen haben uns in all ihren Facetten begeistert. Schon jetzt steht fest: Auch im nächsten Jahr setzen wir unsere Tradition fort und freuen uns auf eine gemeinsame Hüttenwanderung.

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