O-See Ultra Trail

18.10.2025 O-See Ultra Trail ….. wenn man daneben wohnt fast Pflicht. Zur Anmeldung traft ich Torsten, der gleiches vorhatte.

Die 75km (+2718m Höhe) sollten es endlich werden und – mit etwas verlaufen wurden es 78km – auch geschafft; nicht toll mit knapp über 13 Stunden aber: geschafft! 

Am Morgen gut gefrühstückt (7KHE), T-slim auf manuell gestellt mit eigenem Sport Profil (25% der Norm), und so war ich um 6 Uhr mit Stirnlampe mit BZ 12,1mmol/l am Start. Ausgerüstet mit zwei Sensoren, denn mein D7 steigt bei tiefen Temperaturen gerne aus, also noch ein FS3+ dazu gesetzt (beide hatten auf der Tour Aussetzer; der D7 ist träge, der FS hüpft in jede Richtung weit, d.h. bis 4mmol/l Differenz). Ärgerlich, dass die Kopplung zum Handy die meiste Zeit wunderbar ging, doch die Pumpe, die 5cm am Gürtel dem Sensor näher hing, nur die Hälfte der Zeit Kontakt hatte. 

Doch zum Rennen: es ist eine durchaus recht anspruchsvolle Strecke diesmal mit gut aufgeweichtem und auf den ersten 20km von der Forstwirtschaft leidlich gepflügtem Boden, auf der ich mit Glück und guten Reflexen der Gruppe angehörte, die nicht zwischendurch stürzte. Bis km 17 ging es ganz gut vorwärts. Bei der Verpflegung dort musste ich länger warten, dass der BZ wieder über 6mmol/l kam, und so Torsten ziehen lassen ;). Aber wenigstens konnte ich dann auf den Automatikmodus der Pumpe wechseln und war einer Sorge ärmer. 

Die Strecke bis km28, zum nächsten Versorgungposten, ging dann durch schönen Herbstwald weiter, nur wurde es immer feuchter und damit die Finger an den Stöcken richtig kalt und nach der Pause ging bei mir nicht mehr viel: der Zucker kam kaum über 5,5 mmol/l raus, ich damit gezwungen zu gehen, Eisfinger, Müdigkeit und die Psyche am Tiefpunkt. Mehr vor mich hin schimpfend als rennend erreichte ich dann bei km 38 den nächsten Halt aber Tee, Kartoffeln und andere Läufer bauten auf, sodass ich mich der nächsten Gruppe anschloss und es in gemütlichem Jogging weiter ging.

Bei km 50 war die Verpflegungsstelle der Biergarten einer Gaststätte mit lodernder Feuerstelle, frischem Kaffee und Palatschinken, dazu böhmische Knödel, Wiener und netten Menschen. Nach der längeren und für Körper und Geist sehr erholsamen Pause trabte ich mit einem Pärchen munter weiter – Leider musste ich die beiden dann doch ziehen lassen, denn ab km 65 war der BZ wieder kaum noch zu heben. Also längere Gehstrecken, denn den nächsten Dextro-Drink konnte ich auch nur noch zur Hälfte leeren ohne zu würgen – einfach zu viel Süßes den ganzen Tag über. 

Die letzten Kilometer wurden nochmal hart, da ich es fertig gebracht habe, mich vor dem greifbaren Ziel noch zu verlaufen, doch dann konnte ich durchs Ziel laufen und glücklich meine Frau und Kinder umarmen.

Insgesamt waren es während des Laufes 40 KHE in Form von Glucose-Drinks, Kartoffeln, 1300 ml Kola und der Mahlzeit. Dazu Frühstück und kleines Abendessen, also 50 KHE über den Tag bei lediglich 5,1 IE (von denen 2 IE auf das Abendessen gehen). Und lag es jetzt an der großen KHE-Menge, oder woran auch immer – nix mit Muskelauffülleffekt am nächsten Tag.

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