Black Forest Ultra Bike Marathon 2019

Etwas neues stand bei mir am 23.Juni im Rennkalender. Der Black Forest Ultra Bike Marathon!

   

Von den vielen Distanzen hatte ich mich für den Speed Track über 52 km und 1.200 Höhenmeter entschieden.
Da mein Start erst um 12:00 Uhr Mittags war konnte ich es mir erlauben erst am Wettkamptag anzureisen. Ziel aller Wettbewerbe war Kirchzarten.

Mein Start war in Todtnauberg. Die Fahrräder wurden deswegen auf LKWs verladen, mit Bussen wurden wir in den Startort gefahren. Dort waren dann Hunderte Sportler in Radklamotten mehr als 2 Stunden vor dem Start angekommen und warteten auf der Straße sitzend bis endlich auch ihre Mountainbikes ankommen würden – bestimmt ein lustiges Bild.

Vor dem Start hat man sich dann noch ein paar Minuten warm gefahren und um Punkt 12 gings dann endlich auch für uns los. Basal auf 25% gestellt, Blutzucker 155 + noch eine Banane. Optimal. Alle anderen Distanzen waren da schon längst unterwegs. 12k m Asphalt, 35 km Wald- & Wiesenwege sowie 5 km Single-Trails trennten uns dann vom Belohnungs-Radler im Ziel. Da in mehreren Startblöcken gestartet wurde, war das Feld schon schnell nach dem Start relativ weit auseinander gezogen, zu eng auf der Strecke war es eigentlich nie. Von Beginn an wurde einem klar gemacht worauf man sich hier eingelassen hat: ein ständiges Auf und Ab. Die Strecke war immer gut ausgeschildert, Verfahren war eigentlich unmöglich. Auf dem Speed Track gab es drei Verpflegungspunkte. Cola, Riegel, Obst, Wasser und mehr waren immer genug vorhanden.

Nach den ersten Kilometern folgte schnell die erste richtige Abfahrt. Die Talfahrt über Schotterwege bot eine gigantische Aussicht über den Schwarzwald. Mit meinen 35-40 km/h war ich da vielen sogar nicht schnell genug. In Todtnau unten angekommen ging es über kurze schöne Singletrails nach einem kleinen unvermeidbarem Sprung (über Wurzeln) hinunter zur ersten Verpfleungsstelle. Tolle Stimmung begleitete uns. Nach einem kurzen Anstieg mit anschließender Abfahrt folgte eines der Highlights des Rennens: die “Alpe de Fildlebrugg”. Mit einer durchschnittlichen Steigung von 22 Prozent ging es diese Rampe hoch – zum Glück hatte ich vorher vergessen, dass es diese krasse Steigung gibt und daher nicht daran gedacht. Die Stimmung an der Stelle war bestimmt die beste auf der ganzen Strecke. Laute Musik und die Masse der Leute hat die Fahrer dort hoch getrieben. Nach der kurzen Rampe hatten wir nach einem Biergarten Ausschau gehalten, zum Glück keinen gefunden. So konnten wir uns erstmal den Berg hoch über weitere 6 km von der kurzen Anstrengung erholen. Hier wurden bestimmt einige neue Puls-Rekorde aufgestellt.

Durch das weiterhin ständige Auf und Ab durch den Wald musste ich natürlich regelmäßig viel Kohlenhydrate zu mir nehmen. Bei jeder Verpflegung gabs bei mir Cola und Riegel, unterwegs zwei Gels und Wasser. Insgesamt etwa 10-12 KE. Trotz Gel und Cola hatte ich bei Kilometer 36 Wadenkrämpfe. Zuerst konnte ich sie bergauf gut ertragen. Bei der folgenden Abfahrt auf einer technisch anspruchsvollen Strecke wurden die Krämpfe dann aber so schlimm sodass ich doch halten musste um sie weg zu massieren. Mit Vollgas gings weiter. Die Beine funktionierten dann schnell auch wieder wie gewünscht.

Die letzten Abfahrten ins Ziel machten einfach nur noch Spaß. In Kirchzarten am Campingplatz angekommen war dann endlich klar, dass es keine weiteren Steigungen mehr geben wird. Nach 3:17 Stunden war ich dann im Ziel.
Mit diesem tollen Event wird es für mich nächstes Jahr bestimmt ein Wiedersehen geben. Wer Lust hat daraus eine IDAA-Veranstaltung zu machen, kann sich schon mal bei mir melden.

https://www.strava.com/activities/2474032100

   

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