Ötztaler Gletscherwelten, Wetterdynamik und Kaiserschmarrn

Eine abwechslungsreiche Hüttentour führte uns ins Ötztal: Von hochalpinen Steigen rund um 3.000 Meter über beeindruckende Gletscherlandschaften bis hin zu einem knackigen Klettersteig-Abschluss. Trotz wechselhaftem Wetter mit Regen und frischen Temperaturen schauten wir am Ende in rundum zufriedene Gesichter.

Tag 1: Auftakt von Obergurgl zur Langtalereckhütte
Die Gruppe aus 7 Personen und immerhin 2 Diabetikern machte sich von Obergurgl aus auf den Weg.
Los ging es über einen malerischen Höhenweg und dem ersten Anstieg entlang der Seilbahn hoch zur Hohen Mut. Oben angekommen, wurden wir mit Live-Musik und einer kräftigen Stärkung belohnt. 

Mit aufziehendem Regen traten wir den Abstieg zur Schönwieshütte an. Da der Normalweg danach aufgrund eines Murenabgangs gesperrt war, gingen wir den wunderschönen Umweg durch das Tal. Ein kurzer, aber knackiger Schlussanstieg verlangte uns noch einmal alles ab, bevor wir unser Tagesziel erreichten: die Langtalereckhütte. Das köstliche 3-Gänge-Abendessen samt reichhaltigem Salatbuffet entschädigte uns jedoch vollends für die Mühen.

Tag 2: Eindrucksvolle Tiefblicke an der Piccard-Brücke
Aufgrund der ungünstigen Wettervorhersage mit anvisiertem Regen entschieden wir uns, den Gipfel des Eiskögeles auszulassen. Stattdessen steuerten wir direkt die berühmte Piccard-Brücke an. Die Passage führte über glatt geschliffene Felsen – eindrucksvolle Zeugen des ehemaligen Gletschergrundes.
Das Überqueren der Brücke bot gewaltige Tiefblicke ins Tal und auf die umliegenden Gletscherwelten. Nach einer wohlverdienten Mittagspause hinter der Brücke schlug das Wetter um: Der anschließende Aufstieg zum Ramolhaus auf 3.006 m gestaltete sich bei zunehmendem Regen und Nebel recht ungemütlich. Umso gemütlicher war der Nachmittag auf der Hütte, den wir bei Kaffee, Kuchen und bester Stimmung verbrachten, während draußen der Regen prasselte.

Tag 3: Über das Ramoljoch zurück ins Tal
Für einen Teil der Gruppe hieß es am dritten Tag früh aufstehen: Bereits vor 8:00 Uhr brachen die Ersten in Richtung Ramoljoch (3.189 m) auf. Bei kühlen Temperaturen ging es durch eindrucksvolles Blockgelände und über versicherte Steige hinauf zum Joch.

Nach der Rückkehr zur Hütte ging es gemeinsam als komplette Gruppe an den Abstieg ins Tal. Unten angekommen wartete in der Zirbenalm das inoffizielle Highlight einer jeden Hüttentour: der wohlverdiente Kaiserschmarrn als gebührender Abschluss der Bergetappen.

Tag 4: Bonus-Highlight am Klettersteig
Wer dachte, die Tour sei damit vorbei, wurde am vierten Tag eines Besserem belehrt. Als krönenden Bonus legten wir einen Klettersteigtag ein und steuerten den Eckkamm-Klettersteig bei Huben an. Viel Eisen im Fels, abwechslungsreiche Tritte und spannende Seilbrücken forderten noch einmal Konzentration und machten sichtlich Spaß. Mit einer gemütlichen Einkehr an der Feuersteinhütte ließen wir die Tage entspannt ausklingen.

Fazit
Eine rundum gelungene und schöne Tour! Auch wenn das Wetter etwas kälter als in den Wochen zuvor war und uns der eine oder andere Regenschauer begleitete, hat sich jeder Meter in diesem imposanten Gelände auf knapp 3.000 Metern Höhe gelohnt.
Das Wichtigste: Alle sind wieder gesund, munter und mit vielen neuen Eindrücken im Tal angekommen. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr!

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1 Kommentar
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T.P.

Danke für den schönen Artikel und die tolle Organisation. War uns eine große Freude und ein tolles Vergnügen.

Berg Frei, Katja und Torsten