O-See Ultra 100 k

am Samstag, den 17.10.26 starteten Kolja und ich 4:00 Uhr in der Frühe bei trockenem Wetter und ca. 6°C in Oybin zu 100 km und am Ende ca. 3800 HM. Das Wetter war trocken, manchmal kam die Sonne heraus und die Temperaturen stiegen bis auf ca. 16°C. Also bestes Laufwetter für eine lange und technisch anspruchsvolle Strecke in dem kleinen, schönen Zittauer Gebirge. Es gab 11 VP´s mit allem was das Herz und der Blutzucker so sich wünschen. Der Renner waren die kleinen warmen Pellkartoffeln mit Salz und Hüttenkäse, der Palatschinken mit Erdbeermarmelade und die Buchten mit Vanillesauce. 

Es ging überwiegend über viele kleine Dingletrails und es wurden so ziemlich alle Gipfel im Zittauer Gebirge und auf der tschechischen Seite des Zittauer Gebirges erklommen. Es war eine sehr schöne Herbstlandschaft.

An der 3. VP habe ich dann Kolja wieder getroffen und wir konnten uns über den BZ Verlauf und die Genauigkeit unserer Sensoren (hatten beide Libre3 und G7) austauschen. Bis wir dann weiter jeder für sich das Rennen fortsetzten. Ich hatte mir eine Zielzeit von 17 Stunden vorgenommen und bin sehr gleichmässig gelaufen. Bis zum VP bei 73 km ging es bei mir sehr gut, dann wurden die Beine schwer und ich hatte zu dem Zeitpunkt noch über 1200 HM vor mir. Der schwerste Anstieg zur Hochwaldbaute auf über 700 m stand noch bevor. Als ich diesen dann geschafft hatte wurde es so langsam Abend und kalt. 

Die letzte Schleife über 15 km ging über das alter Kloster in Oybin und den Jonsberg. Dort musste ich die Stirnlampe anmachen, es begann leicht zu regnen und es zog im Wald ein Nebel auf, welcher die Sicht stark einschränkte und das laufen nur noch schwer möglich machte. Ich musste zum Schluss viel gehen.

Nach 16 Stunden und 25 Minuten erreichte ich sehr kaputt aber das Ziel, welches in einem warmen Zelt mit viel Verpflegung und noch wenigen Leuten befand. Ich war über mein Ergebnis (Platz 36 von 61 und Platz 5 in der AK) sehr zufrieden. Kolja hat mir mit einer Nachricht gratuliert. Er ist leider bei KM 60 wegen Schmerzen aus dem Rennen ausgestiegen.

Für mich war es wieder eine große aber tolle Erfahrung. Nächstes Jahr finden hier im Oktober die Weltmeisterschaften im Ultra Trail running statt und ich werde wieder dabei sein. (aber auf einer kürzeren Strecke)

Ich kann nur jedem das Zittauer Gebirge als Urlaubsregion für die ganze Familie empfehlen.

Mit sportlichen Grüßen

Torsten

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