Mein erster Marathonmarsch – eine neue Herausforderung gemeistert

Am 18. Oktober war es so weit: Gemeinsam mit Karolin stellte ich mich beim Marathonmarsch im Fränkischen Seenland meiner bisher größten Herausforderung im Langstreckenmarschieren – meinem ersten Marathonmarsch. Nachdem ich 2025 bereits zwei Märsche über 30 Kilometer absolviert hatte, wollte ich nach einer längeren Pause den nächsten Schritt wagen und die Marathondistanz in Angriff nehmen. Ganz ohne Respekt ging ich dieses Vorhaben allerdings nicht an, zumal mein Training diesmal nicht so intensiv ausgefallen war wie vor meinen bisherigen Märschen. Umso gespannter war ich, wie wir die lange Strecke bewältigen würden. Auch auf die Strecke hatte ich mich gefreut. In der Ausschreibung war von einer Route rund um den Brombachsee die Rede. Da ich den See bereits vom Radfahren kannte, hatte ich mich auf eine schöne Seenumrundung eingestellt. Fünf Tage vor dem Marsch kamen dann die GPX-Daten per E-Mail, und ich musste feststellen, dass die Strecke lediglich am Kleinen Brombachsee vorbeiführen würde. Das war zunächst eine ziemliche Enttäuschung. Letztendlich war die Route aber doch besser als befürchtet: Die ersten rund zehn Kilometer führten größtenteils durch Wald und ließen sich angenehm laufen. Anschließend passierten wir Gunzenhausen und gelangten auf den Limesweg. Danach lagen etwa 15 Kilometer auf Feldwegen vor uns, die teilweise ziemlich schlammig waren. Dazu kamen anhaltender Sprühregen, kalte Luft und ein leichter Wind. Dieser Streckenabschnitt wollte mir so gar nicht gefallen; aber schließlich mussten wir da durch. Umso mehr freute ich mich, als etwa sechs Kilometer vor dem Ziel endlich der Kleine Brombachsee in Sicht kam. Nach den langen, matschigen Feldwegen war das ein willkommener Lichtblick. Ganz geschafft hatten wir es allerdings noch nicht: Zunächst mussten wir den Damm überqueren, der den Kleinen und den Großen Brombachsee voneinander trennt. Anschließend warteten noch etwa drei Kilometer auf Asphalt bis zum Ziel. Aber da war das Ende bereits in greifbarer Nähe.

Anfangs waren wir wirklich flott unterwegs, konnten dieses Tempo aber nicht bis zum Schluss halten. Nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke machten sich bei mir zunehmend Rückenschmerzen bemerkbar, die auch auf dem späteren, weicheren Untergrund nicht wirklich besser wurden. Meinen Blutzuckerverlauf behielt ich selbstverständlich immer gut im Blick. Über weite Strecken lief alles problemlos, bis sich nach dem letzten größeren Anstieg eine drohende Unterzuckerung abzeichnete.  Also schnell ein paar Kohlenhydrate genascht und schon konnte es weitergehen. Am Ende haben wir es gemeinsam geschafft. Zwar mussten wir auf den letzten Kilometern unser Tempo etwas reduzieren, waren aber umso zufriedener, dass wir über die gesamte Distanz eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als fünf Kilometern pro Stunde erreicht hatten. Rückblickend bin ich sehr zufrieden mit meinem ersten Marathonmarsch. Trotz des Respekts vor der ungewohnten Distanz, der etwas weniger intensiven Vorbereitung, des ungemütlichen Wetters und der zwischenzeitlichen Rückenschmerzen habe ich die Strecke insgesamt gut weggesteckt. Es war eine tolle Erfahrung, die mir gezeigt hat, dass sich der Schritt von 30 Kilometern zur Marathondistanz durchaus meistern lässt. Ein großes Dankeschön an Karolin für die gemeinsame Tour und das Durchhalten bis zum Schluss!

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