Mein erster 30-Kilometer-Mammutmarsch

30 Kilometer zu Fuß, eine Herausforderung, die mich reizte. Nicht unmöglich, aber auch nicht zu unterschätzen. Also meldete ich mich an, neugierig, wie es sich anfühlen würde, so eine Strecke am Stück zu gehen. Sie versprach auch etwas Abwechslung: durch den Elster- und Pleiße-Auewald zum Nordufer des Cospudener See, durch den Kees‘schen Park nach Dölitz und zur Prager Straße und durch verschiedene Parkanlagen entlang der Pleiße zurück zum Ziel. Einige Passagen kannte ich schon von meinen Radtouren. Die Tage vor dem Event hatten viel Regen gebracht, und ich war gespannt, in welchem Zustand die Strecke sein würde. Am Start traf ich mich mit unseren drei neuen Vereinsmitgliedern aus Thüringen, die ebenfalls dabei waren. Wir wollten gemeinsam diese Strecke bewältigen.

Von Beginn an war klar: Es würde voll werden. Die Menge setzte sich langsam in Bewegung, und wir passten uns an. Mal gingen wir zu viert, mal bildeten wir zwei Zweiergruppen, je nachdem, wie es gerade passte. Die ersten Kilometer liefen locker. Unsere Gespräche machten die Strecke kurzweilig, die Stimmung war super, und meine Beine fühlten sich leicht an. Der Untergrund war stellenweise eine kleine Herausforderung. Einige Wege waren vom Regen der letzten Tage noch schlammig, und wir mussten aufpassen, wo wir hintraten. Es war kein großes Hindernis, aber es verlangte doch etwas mehr Aufmerksamkeit. Die etwas größere Herausforderung war für mich die Menschenmenge. Die vielen Teilnehmer machten es mir schwer, in einen gleichmäßigen Rhythmus zu kommen.

Nach der Hälfte der Strecke fühlte ich mich immer noch erstaunlich fit. Keine schweren Beine, keine Erschöpfung, im Gegenteil, ich hätte mir sogar vorstellen können, das Tempo leicht zu erhöhen. Auch die anderen Vereinsmitglieder waren noch gut dabei, und die Stimmung war bestens. Der Wechsel zwischen unseren Zweiergruppen funktionierte super, und es war schön, sich gegenseitig zu pushen. Nach knapp 18 km erwartete uns das besondere Highlight der Strecke: das Völkerschlachtdenkmal. Schon aus der Ferne sichtbar, wirkte es mit seiner monumentalen Größe noch beeindruckender, je näher wir kamen. Für einen Moment genossen wir den Anblick, ein kurzer Moment der Ehrfurcht mitten im Marsch. Viele Teilnehmer machten hier eine Pause oder nutzten wie wir die Gelegenheit für ein Foto.  

An den Straßen Leipzigs tauchte dann eine neue Herausforderung für mich auf: Ampeln. Immer wieder mussten wir anhalten, und mit den Menschenmengen sammelten sich dort auch größere Gruppen, zumal sich ab dem letzten Versorgungsposten die 42 km – und die 55 km – Strecken mit unserer vereinten. Das ständige Warten unterbrach meinen Rhythmus, was sich besonders auf den letzten Kilometern bemerkbar machte. Es war nicht die körperliche Erschöpfung, die mich forderte, sondern die fehlende Möglichkeit, ein durchgängiges Tempo zu halten. Doch ich nahm es mit Humor, schließlich war das Ziel nicht mehr weit und die Kilometer schwatzten sich irgendwie weg. Nach knapp 6 Stunden erreichte ich das Ziel und freute mich sehr, diese Distanz so gut bewältigt zu haben.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mein erster 30-Kilometer-Marsch eine großartige Erfahrung war. Körperlich lief es besser, als ich erwartet hatte, die größte Herausforderung war für mich, in der Menge meinen Rhythmus zu finden. Die schlammigen Abschnitte machten es auch nicht immer leicht, aber immerhin blieben wir am Tag selbst vom Regen verschont, das hätte die Sache wahrscheinlich spannender gemacht. Meine Blutzuckerwerte waren dank meines gut funktionierenden AID-Systems und der drei gut ausgestatteten Verpflegungspunkte immer im von mir gewählten Zielbereich. Der Diabetes war also kein Hindernis, sondern einfach nur Teil der Herausforderung.

Würde ich es wieder tun? Auf jeden Fall! Vielleicht das nächste Mal sogar eine längere Strecke oder ein Event noch mehr in der Natur …

Katrin Dunsch

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4 Kommentare
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Annette

Als die Frage kam, ob ich den Mammutmarsch in Leipzig auf der 30 km Strecke mitlaufen möchte, habe ich nach kurzem Überlegen „Ja“ gesagt, schließlich laufe ich jeden Tag einige Kilometer mit meinem Hund. Was soll da schon schiefgehen?

Aber auf 30 km Bewegung den Blutzucker im gewünschten Bereich zu halten, ist dann schon eine kleine Herausforderung, wenn man nicht permanent Zucker zu sich nehmen möchte.

Das Wetter war perfekt für den langen Marsch. Manchmal war es ganz schön eng inmitten der vielen Menschen, aber alle hatten ein gemeinsames Ziel. Die Zeit ist wirklich schnell vergangen und ich war überrascht, dass wir so eine gute Zeit gelaufen sind.

Leipzig hat sich als wunderschöne Kulisse für die Wanderung herausgestellt. Die Organisation war top, und für mich waren der Auwald und das Völkerschlachtdenkmal die Highlights der Strecke.

Der Blutzucker blieb dank gut funktionierenden Loops mit einigen Anpassungen und wenigen Zusatz-BE im gewünschten Bereich, sodass ich mich gut auf die Wanderung konzentrieren konnte.

Mit dem stolzen Gefühl, diese Herausforderung gemeistert zu haben, sind wir schließlich wieder nach Hause gefahren. Ich bin mir sicher: Das war nicht der letzte Mammutmarsch!

Vielen Dank an Katrin für die Mitgliederwerbung und an unsere Wandergruppe für die gemeinsame Erfahrung.

Annette Kluge

britta.offermanns

Super Ergebnis für dich Katrin und deine Mitläufer beim Mammut-Marsch

Marco

Nachdem ich bei der Vorbereitung schon gemeinsam mit den Damen wandern durfte, folgte ich natürlich auch dem Ruf der Mammutherde und schloss mich erfolgreich in Leipzig an.

Danke für die Erfahrung und die nächsten Abenteuer

Anna H.

Genau wie Marco habe ich mit der Gruppe schon die Vorbereitungswanderungen absolviert, die waren zwar auch kein Pappenstiel, aber halt “nur” ca. 2/3 der Mammut-Strecke… ich wusste anfangs nicht so richtig, wie mache ichs mit dem Essen, wann muss ich wie viel und was essen, damit auf so langer Strecke keine Hypo kommt. Nach einem Austausch mit meinen Mitstreitern fühlte ich mich vorbereitet… schlussendlich hab ich aber viel zu viel Essen mitgeschleppt (ist auch ne Erfahrung).
Mein Hauptproblem auf der Strecke waren aber die Schuhe, die hatte ich leider, nach den Teststrecken vorher, nochmal gewechselt und dann gab es Blasen an den Füßen. Aber vorbereitet wie ich war, hatte ich Turnschuhe zum Wechseln dabei, damit bin ich dann auch ins Ziel gekommen und konnte dabei noch lächeln, denn das Gefühl es geschafft zu haben, ist schon was tolles.
Danke an meine Begleiter fürs motivieren!