Mein ganz persönlicher Eindruck von meiner 1. IDAA-Mitgliederversammlung

Ich bin schon sehr lange Diabetikerin (habe im Herbst mein 40. Jähriges) und mache eigentlich auch schon immer Sport, in irgendeiner Weise – mal mehr, mal weniger ….

Wenn man dann im Netz so nach Sport und Diabetes … sucht, landet man auch irgendwann auf der Seite der IDAA. Aber irgendwie hat mich die Seite immer wieder ‚abgeschreckt‘, den ich dachte, das ist nur was für Leistungssportler, Extremsportler, …

Bis dann Anfang dieses Jahres meine Diabetologin auf mich zukam und meinte, sie wäre bei einem sehr interessanten Kongress gewesen und hätte da Kontakt zu Ulrike gehabt. Sie hat mir dann gleich das Jahrbuch gezeigt und meinte, da ich ja auch Sport mache, wäre das doch vielleicht was für mich und vor allem auch als Stuttgarterin, da dieses Jahr die Mitgliederversammlung ja in Stuttgart stattfinden würde.

Es hat dann doch nochmal über einen Monat gedauert bis ich mich intensiver mit dem Thema beschäftigt habe und letztendlich im Mai dann auch das Anmeldeformular abgesendet habe.

Kurz nach der Anmeldung erhielt ich schon gleich eine nette Email und die Einladung zur Mitgliederversammlung in Stuttgart.

Also stand für mich fest, ich werde zur Mitgliederversammlung gehen, aber ich war mir noch nicht so sicher mit dem Stuttgart Lauf – ich mag eigentlich keine Massenveranstaltungen und bin auch absolut kein Wettbewerbs-Typ. Aber dann dachte ich mir, wenn ich mich schon mit lauter Sportlern treffe, dann werde ich es doch irgendwie schaffen den 7km Lauf mitzumachen.

Also schnell noch beim Stuttgart Lauf angemeldet und das Lauftraining im Juni ein bissl intensiviert.

Dann war er endlich da, der 22. Juni und das erste Kennenlernen der IDAA’ler abends im ‚Flora & Fauna‘. Von Anfang an fühlte ich mich als ‚die Neue‘ eigentlich wohl und genoss es mich mit Gleichgesinnten das ganze Wochenende über, über Sport, Diabetes und Gott und die Welt zu unterhalten. Zu meiner großen Freude stellte ich auch fest, dass ich nicht einzige war, die die 7k läuft.

Wir 3 Mädels waren Sonntags erst um 11:30 dran, hatten also vorher noch Zeit ein paar der Halbmarathon-Läufer im Ziel zu sehen.

So langsam stieg dann aber die Aufregung vor dem Lauf. Mein BZ war bei 171, was ich eigentlich dachte sei ein guter Wert für den Start. Wir sind erst im 3. Startblock gestartet  und nach ein paar hundert Meter setzten sich Gabi und Britta dann ab. Ich fand aber auch meinen Rhythmus und konnte während des ganzen Laufs viele überholen, was mich so richtig motivierte.

Letztendlich schaffte ich den Lauf in 42:40, was für mich eine super Zeit ist. Ich merkte allerdings während des Laufs schon, dass ich richtig durstig wurde und auch die Muskeln langsam zu machten. Im Ziel angekommen, holte ich dann den Libre raus und oh Schreck, der Wert war bei 385.

Was war da denn los? Zu stark die Basalrate abgesenkt? Doch zu viel vorher beim Frühstück gegessen?

Als wir nach dem Lauf wieder im Hotel ankamen und die anderen wieder trafen, dass nicht nur die Frage gestellt wurde, wie der Lauf und die Zeit war, sondern auch ‚Wie waren die Werte?‘.

Somit lernte ich auch schnell, dass ich nicht allein mit diesem Phänomen war. Im Training sinkt der BZ bei mir bei einem Lauf eigentlich immer – und in der Wettkampfatmosphäre, auch wenn es eigentlich ja um nichts geht, ist dann auf einmal alles anders. Man ist aufgeregt und das Adrenalin steigt an – und bei mir dann auch der BZ. Es hat bei mir noch den ganzen Tag dann gedauert bis sich der BZ wieder normalisiert hatte.

Ich habe jetzt am Samstag bei einem Jedermann-/Sprint-Triathlon (600 – 21 – 5) mitgemacht und merkte auch da wieder, dass der BZ auf der Radstrecke eher wieder ansteigt als abfällt (Leider hat mich Libre mal wieder mit ‚Systemfehler‘ voll im Stich gelassen) – ich habe allerdings dieses Mal meine Basalrate nicht so stark reduziert und kam dann mit 225 ins Ziel.

Ich kann nur sagen, für mich hat sich die Mitgliedschaft bei der IDAA jetzt schon gelohnt. Ich habe sehr viele nette Leute kennengelernt und hatte einen riesen Spaß beim Stuttgart-Lauf.

Das Zimmer im Spreewald ist schon gebucht und ich werde bei der nächsten Mitgliederversammlung und sicher auch anderen Veranstaltungen definitiv wieder dabei sein.

Entgegen der eigentlich schwäbischen Art mit ‚Net gschompfa isch globd gnuag!‘, geht ein großes Dankeschön Manu und Chris für die super Organisation dieses Stuttgart Wochenendes: ‚Schee war’s!‘

Vielen Dank & viele Grüße,
Claudia

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